
Fotovoltaik
Mit der Kraft der Sonne
Das Energiepotenzial der Sonne scheint unerschöpflich: Theoretisch genügen 30 Minuten Sonnenlicht pro Jahr, um den jährlichen Weltenergiebedarf zu decken.
Bei Fotovoltaikanlagen (FV) wird die Sonnenstrahlung über Solarzellen in elektrische Energie umgewandelt. Besitzer einer Fotovoltaikanlage werden so selbst zu Stromproduzenten.
Welche Technik steckt dahinter?
Aus der Sonnenenergie erzeugen die Solarzellen über ihre Halbleiter Gleichstrom, der direkt zum Betrieb elektrischer Geräte genutzt oder in Batterien gespeichert werden kann. Ein Wechselrichter wandelt Gleich- zu Wechselstrom. Nur so kann er in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Spezielle Stromzähler messen, wie viel Strom erzeugt und eingespeist wurde.
Zehn Quadratmeter ausreichend
Es reicht im Idealfall – FV-Anlage an der Südseite angebracht und eine für Deutschland durchschnittliche Einstrahlungsmenge – eine Fläche von zehn Quadratmetern Solarzellen aus, um ein Viertel des jährlichen Stromverbrauchs eines Haushaltes zu decken. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ermöglicht die Finanzierbarkeit. Darin werden Netzbetreiber verpflichtet, Strom aus FV-Anlagen abzunehmen und zu vergüten. Für Solarstrom erhält ein Besitzer einer Fotovoltaikanlage dieser Größe für jedes ins Stromnetz eingespeistes Kilowatt zwischen 21,56 und 28,74 Cent, diese Vergütung sinkt allerdings stufenweise.
Energiekosten senken
In Deutschland nimmt der Anteil der Sonnenenergie an der bundesweiten Energieversorgung kontinuierlich zu. Ende 2010 waren in Deutschland ca. 860.000 FV-Anlagen mit einer Leistung von rund 17.200 Megawatt elektrischer Leistung installiert, was einer Einsparung von rund 6,4 Millionen Tonnen Kohlendioxid bedeutet. Besitzer von Solaranlagen handeln damit umweltschonend und senken Energiekosten.
