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Förderprogramme

In über 60 Förderprogrammen stellen die EU, der Bund sowie die Länder verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung für den Bereich Nachwachsende Rohstoffe zur Verfügung.  

Dörfer mit Zukunft

Bioenergiedörfer bilden ein regional orientiertes Konzept zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen im ländlichen Raum. Ihr Ziel: Sie wollen so viel Strom und mindestens halb so viel Wärme aus regional gewonnner Biomasse erzeugen, wie der Ort selbst verbraucht. Durch Kraft-Wärme-Kopplungen wird Energie äußerst effizient erzeugt. Die Bioenergieanlagen befinden sich dabei zu mehr als 50 Prozent im Eigentum der lokalen Energieabnehmer und der Biomasseerzeuger aus Land- und Forstwirtschaft. Dabei sollten möglichst alle Beteiligten Anteile an den Anlagen besitzen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter
www.wege-zum-bioenergiedorf.de.

Blick zurück

Zwischen 1930 und 1960 wurde bereits auf diversen Kläranlagen Klärgas zu Treibgas für Autos mit Ottomotoren gewonnen. Während des zweiten Weltkrieges und kurz nach der Währungsreform um 1950 erreichten diese Anlagen ihren Produktionshöhepunkt. 1948 nahm ein Landwirt im Odenwald offenbar die erste landwirtschaftliche Biogasanlage in Betrieb. Sie wurde mit dem Mist von Pferden und Kühen "gefüttert". Die Anlage erzeugte täglich bis zu zehn Kubikmeter Biogas, das zum Heizen und Kochen verwendet wurde. 

Biomasse: Energie gewinnen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Stroh.

Biomasse

Energie vom Acker

Energie gewinnen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Stroh – das klingt wie die Lösung vieler Probleme auf einen Schlag. Doch was ist wirklich dran an der Bioenergie?

Der Gedanke, die in Biomasse gespeicherte Energie zu nutzen, ist nicht neu: Seit Menschengedenken ist das Verbrennen von Holz die älteste Form der Energiegewinnung. Heute stehen Technologien zur Verfügung, mit der Verbrennung von Biomasse Energie auch auf großer Stufenleiter zu erzeugen.

Was ist Biomasse?

Biomasse bezeichnet alle organischen Stoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, aus denen sich Energie gewinnen lässt. Das Prinzip, das hinter der Biomasse steckt ist die Photosynthese: Die Fähigkeit von Pflanzen, eingestrahlte Lichtenergie der Sonne in biochemische Energie umzuwandeln. Biomasse ist somit nichts anderes als in Pflanzen gespeicherte Sonnenergie. Freigesetzt wird diese Energie dann als Wärmeenergie, wenn Pflanzen verbrannt werden.

Fest, flüssig oder gasförmig

Biomasse muss nicht unbedingt in festem Zustand vorliegen. Aus dem wichtigsten flüssigen Bioenergieträger Raps- beziehungsweise Sonnenblumenöl wird zum Beispiel so genannter Biodiesel gewonnen. Und auch die in gasförmigen Zustand vorliegende Biomasse kann in Energie umgewandelt werden. So entsteht Biogas, wenn Gülle oder organische Abfälle mit Hilfe von Mikroben zur Gärung gebracht werden.

Vorteile der Biomasse

Die Vorteile der Bioenergieträger liegen auf der Hand: Sie gehen nicht wie fossile Energieträger irgendwann zur Neige und bergen im Gegensatz zur Atomenergie keinerlei unkontrollierbare Risiken. Zudem entsteht bei der Energiegewinnung aus Biomasse jedes Mal nur so viel Kohlendioxid, wie die Pflanzen bei ihrem Wachstum in sich aufgenommen haben. Die Produktion erfolgt also klimaneutral.

Vorteile der Biomasse

Die Vorteile der Bioenergieträger liegen auf der Hand: Sie gehen nicht wie fossile Energieträger irgendwann zur Neige und bergen im Gegensatz zur Atomenergie keinerlei unkontrollierbare Risiken. Zudem entsteht bei der Energiegewinnung aus Biomasse jedes Mal nur so viel Kohlendioxid, wie die Pflanzen bei ihrem Wachstum in sich aufgenommen haben. Die Produktion erfolgt also klimaneutral.

Mehr Unabhängigkeit von Energieimporten

Da Biomasse aus heimischen Pflanzen gewonnen wird, macht es uns ein Stück weit unabhängiger von Energie- und Rohstoffimporten. So richtet sich auch die Hoffnung vieler Landwirte auf die Produktion nachwachsender Rohstoffe wie zum Beispiel von Bioenergiepflanzen, um zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Die verstärkte Nutzung von Bioenergieträgern sorgt somit für eine nachhaltige Entlastung unserer Umwelt.

Einwände und Alternativen

Allerdings wird die verstärkte energetische Nutzung von Pflanzen aus moralischen Gründen intensiv diskutiert: Der Anbau von Biomasse mache dem Nahrungsmittelanbau Konkurrenz und verteuere die Lebensmittel. Eine Lösung für dieses Problem könnten Biokraftstoffe der so genannten zweiten Generation sein. Dabei werden Pflanzenteile, die nicht zur Nahrungsmittelerzeugung verwendet werden, der Produktion von Kraftstoffen zur Verfügung gestellt. Derzeit rechnet sich die Energiegewinnung aus Biomasse jedoch nur, wenn diese nicht extra angebaut werden muss, sondern ohnehin als „Abfall“ anfällt. In Deutschland wird deshalb meist  Restholz aus der Forstwirtschaft als biogener Brennstoff genutzt.

Enormes Potenzial

Letztlich steckt in den Bioenergieträgern ein beachtliches Potenzial. Sie lassen sich einfach speichern und transportieren und sind damit eine Alternative für konventionelle Energieträger. Daher will die Bundesregierung die Nutzung von Bioenergie weiter ausbauen. Bis 2020 strebt sie an, einen Anteil von zehn Prozent durch Biomasse am Primärenergiebedarf in Deutschland zu decken.       

Vergütung von Biomasseanlagen

Die Vergütung zur Einspeisung von Energie aus Biomasseanlagen bekommen Anlagenbetreiber für einen Zeitraum von 20 Jahren. Weitere Informationen zur Vergütung entnehmen Sie der Tabelle oder auf www.bmu.de.

Leistung

Mindestvergütung
(in Cent pro kWh)

Bonus für nachwachsende
Rohstoffe (in Cent pro kWh)

bis 150 Kilowatt

11,5

6,0

bis 500 Kilowatt

9,9

6,0

bis 5 Megawatt

8,9

4,0

5 bis 20 Megawatt

8,4

keinen

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

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