
Energiesparen: Richtig Einfrieren
Cooles Konservieren
Egal ob Eintopf, Braten oder Gemüseauflauf: Bevor Sie gekochte Lebensmittel einfrieren, sollten die Speisen komplett abgekühlt sein.
Somit sparen Sie Strom und verhindern auch, dass bereits im Gefrierschrank eingelagerte Produkte wieder auftauen. Fürs Einfrieren gilt: Je tiefer die Temperatur ist, desto besser hält sich die Qualität der Lebensmittel.
Obst und Gemüse blanchieren
Die Mindesttemperatur in Ihrem Gefrierschrank beträgt -22 Grad. Obst und Gemüse sollten Sie vor dem Einfrieren putzen, waschen, zerkleinern und blanchieren. Die Ware bleibt so länger haltbar. Beeren werden nicht so matschig, wenn Sie sie vorher mit Zucker mischen. Wenn Sie Obst, Fisch und Spargel vorgefrieren, klumpen die einzelnen Stücke nicht zusammen.
Auf die Verpackung achten
Beim Einfrieren ist die richtige Verpackung wichtig, sonst leidet die Qualität des Gefrierguts. Kunststoffbehälter, Alufolie oder Gefrierbeutel eignen sich besonders gut. Das Material muss kältebeständig sein und möglichst wenig Luft und Feuchtigkeit durchlassen. Folien und Beutel sollten Sie aus hygienischen Gründen nur einmal benutzen. Achten Sie auf eine stabile, reißfeste Ware, da es sonst zu Gefrierbrand kommen kann. Für gegarte Speisen eignen sich kältebeständige Kunststoffbehälter.
Weniger ist mehr
Besonders praktisch sind Gefäße, die Sie nach dem Auftauen direkt in den Ofen oder in die Mikrowelle stellen können. Die Füllmenge sollte bei Eintopf und Ähnlichem bis ein Liter, bei Obst und Gemüse ein Kilo und bei Fleisch drei Kilo nicht überschreiten, da sonst das Durchfrieren zu lange dauert und auch die Haltbarkeit verkürzt wird. Eingefrorene Speisen dürfen auf keinen Fall später erneut eingefroren werden. Portionieren Sie sich Ihre Speisen deshalb verzehrsgerecht. Wenn Sie das Gefriergut übersichtlich in beschriftete Gefrierboxen und -beutel einsortieren, ersparen Sie sich mühsames Suchen und Geld, denn: Häufiges und langes Öffnen der Gerätetür kostet Energie!
Was hält sich wie lange?
Obst und Gemüse können Sie in einem Tiefkühlgerät mit mindestens -18 Grad sechs bis zwölf Monate lagern. Fleisch ist zwischen zehn und 18 Monaten haltbar. Hackfleisch sollten Sie vor dem Einfrieren flachdrücken, so gelangt die Kälte schneller ins Innere. Dann ist es bis zu sechs Monate haltbar. Auch Fertigspeisen können Sie bedenkenlos einfrieren: Sie halten sich bis zu drei Monaten. Fisch sollten Sie vorher gründlich abwaschen. Dann können Sie ihn, je nach Art, ein bis vier Monate in der Kühltruhe aufbewahren. Eingefrorenes Brot und Backwaren haben eine Lagerzeit von drei, Kuchen sogar von zwölf Monaten.
Kristallbildung vermeiden
Minusgrade machen Früchte haltbar – nach dem Auftauen leider auch matschig. Das liegt am Wasser in den Zellen, das beim Tiefgefrieren zu Eiskristallen erstarrt. Je langsamer Erdbeeren oder Kirschen eingefroren werden, desto größer die Kristalle, die das empfindliche Zellgewebe durchstoßen. Frieren Sie Früchte also möglichst schnell ein, am besten bei Superfrostschaltung. So bilden sich nur winzige Kristalle, die das Fruchtfleisch kaum schädigen.
