
Interview mit dem REWAG-Vorstandvorsitzenden Norbert Breidenbach
Investition Erneuerbare
Seit Jahren setzt die REWAG auf dezentrale, regenerative Energieerzeugung. Und jetzt setzt sie noch eins drauf. REWAG-Chef Norbert Breidenbach im Interview.

Ganz Deutschland redet über die Energiewende. Was macht eigentlich die REWAG?
Die REWAG macht das, was viele jetzt erst beginnen zu diskutieren, schon seit vielen Jahren. So nutzen wir die besonders effi ziente Kraft-Wärme-Kopplung seit Anfang der 90er-Jahre. Und heuer haben wir bereits zwei große Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien in Betrieb genommen: den Wald-Windpark Fasanerie und die Biogasanlage Kallmünz. Schon jetzt können wir damit über 20 Prozent unserer Haushaltskunden versorgen.
Aber das reicht doch nicht, um ganz Regensburg damit zu versorgen?
Stimmt. Wir kaufen unseren Strom am offenen Handelsmarkt, unter anderem an der Leipziger Strombörse, um unseren Kunden eine sichere Versorgung zu fairen Preisen bieten zu können.
Und woher kommt dieser Strom?
Aus unterschiedlichen Quellen. Aber im Strommixder REWAG hat regenerative Energie derzeit einen Anteil von 27 Prozent. Im Bundesdurchschnitt sind es im Ver gleich dazu 17 Prozent.
Wenn mir das als Kunde aber nicht reicht?
Dann können Sie auch zu 100 Prozent Ökostrom beziehen. Zum Beispiel mit unserem Angebot rewario.strom.natur – zertififi ziert mit dem Grüner Strom Label Gold. Damit unterstützen Kunden auch den Bau neuer regenerativer Erzeugungsanlagen.
Das heißt, Sie werden auch weiterhin auf erneuerbare Energien setzen?
Selbstverständlich. Wir sind jetzt dabei, ein strategisches Energiekonzept für die nachhaltige und dezentrale Energieversorgung der Stadt Regensburg auf Basis von erneuerbaren Energien und hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zu entwickeln.
