
Neue Energiequellen
Energie aus eigener Erzeugung
Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und Unabhängigkeit - das sind die Leitlinien moderne Energieversorgung - auch für die REWAG.
Was haben Windräder und Biogasanlagen mit Regensburg zu tun? Ganz einfach: In diesen Anlagen erzeugt die REWAG selbst Energie, regenerative Energie. Warum? Beispiel Stromversorgung: Die REWAG bezieht einen großen Teil ihres Stroms von verschiedenen Händlern. Der regenerative Anteil beträgt hier derzeit 42 Prozent - ein sehr guter Wert. Im Vergleich: Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 16 Prozent. Doch darauf ruht sich der Regensburger Versorger nicht aus. Jetzt geht es an den Ausbau der Eigenproduktion. Mit dezentralen Anlagen stärkt die REWAG die regionale Wertschöpfung, macht sich unabhängiger von externen Energielieferungen und trägt zum Klimaschutz bei. So investiert die REWAG in die Region und ihre Menschen.
Windpark Fasanerie
Hier wird ab Ende des Jahres aus Luft Energie gewonnen. Genauer gesagt: aus bewegter Luft. 22,5 Millionen Kilowattstunden umweltfreundlichen Strom wird die REWAG pro Jahr aus dem Wald-Windpark im bayerischen Vogtland gewinnen. Das entspricht der Menge, die man benötigt, um 7.500 Regensburger Haushalte ein Jahr mit Elektrizität zu versorgen. Über 18 Millionen Euro investiert die REWAG in das Projekt - und entlastet die Umwelt gleichzeitig um jährlich rund 17.500 Tonnen Kohlendioxid (CO2). Benötigt wird für den Windpark „Fasanerie“ im Landkreis Hof nicht mehr als ein Hektar Forstfläche, die an anderer Stelle wieder aufgeforstet wird. Und man braucht viel Wind, den es hier reichlich gibt. Gebaut wird der Windpark von der Regensburger Firma Ostwind. Jedes der fünf Windräder vom Typ Enercon ist 138 Meter hoch, der Rotor hat einen Durchmesser von 82 Metern. Mit ihrer Größe ragen sie weit über die Baumwipfel hinaus. Hier weht der Wind am stärksten. Drehen sich alle Windräder gleichzeitig, bringen es die Turbinen gemeinsam auf eine Leistung von zehn Megawatt.
Biogasanlage Kallmünz
Das ist im wahrsten Sinne des Wortes eine „nachwachsende“ Energiequelle. 55 Millionen Kilowattstunden Biogas wird die neue Biogasanlage in Kallmünz, die die REWAG zusammen mit E.ON Bayern realisiert, ab Dezember pro Jahr produzieren. Mit dieser Menge könnte man rund 2.300 Einfamilienhäuser in Regensburg beheizen. In Biogasanlagen entsteht unter kontrollierten Bedingungen durch eine mehrstufige mikrobielle Abbaureaktion ein Gasgemisch, das zu Bio-Erdgas aufbereitet wird. Die elektrische Leistung der Anlage beträgt rund 2.000 Kilowatt, die thermische Leistung 5.100 Kilowatt. Für die Energiepflanzen sind maximal 870 Hektar Anbaufläche nötig. Positiver Effekt der Integration zusätzlicher Pflanzenarten in die Fruchtfolge: Bei sinkendem Flächenbedarf wird die Bodenfruchtbarkeit verbessert und der Befall durch unerwünschte Beikräuter und Schädlinge reduziert. Die beiden beteiligten Unternehmen investieren rund 12,4 Millionen Euro in das Projekt.
Walhalla Kalk
Strom und Wärme kommen aus biologischen Quellen. Bio-Rohgas befeuert ein Blockheizkraftwerk auf dem Gelände von Walhalla Kalk. Das Bio-Rohgas kommt direkt aus der benachbarten Biogasanlage, die seit Kurzem ebenfalls der REWAG gehört. Rund 5,25 Millionen Kilowattstunden umweltschonend erzeugten Strom speist die REWAG von dort ins öffentliche Stromnetz ein. Rund 3,4 Millionen Kilowattstunden Wärme, die dabei anfallen, nutzt Walhalla Kalk, um umweltschonend und günstig den ungebrannten Kalk zu trocknen. Die CO2-Einsparung liegt bei rund 3.600 Tonnen jährlich.
